Astrofotografie, und dazu die nächtliche Landschaft. Etwas, was wir nicht alle Tage sehen...


pixasoul @ Wolfgang Seidler - 2024


 

Was ist Astrolandschaftsfotografie, ist es Astrofotografie + Landschaftsfotografie?

 

Astrofotografie liefert Bilder unseres Universums, die beeindruckendsten Astrofotos sehen wir von den Weltraumteleskopen wie Herschel, Hubble, James Webb u.a. Ein vielfältiges Spektrum an Strahlung kommt auf unseren Heimatplaneten an, u.a. als visuelle Strahlung, als H-Alpha-, Infrarot-, Röntgen- bzw. UV-Strahlung. Das gesamte Spektrum wird schließlich durch eine aufwendige Bildbearbeitung in den visuellen Bereich, einen für unser menschliches Sehvermögen sichtbares Bild übertragen. Es führt dann zu den beeindruckenden Aufnahmen unserer und vieler anderen Galaxien.

Voraussetzung für derartige Astroaufnahmen von der Erde aus sind ein wolkenloser Himmel, eine möglichst geringe Lichtverschmutzung und kein störendes Mondlicht. Damit nicht genug kommt noch eine weitere Komponente hinzu, die nächtliche Landschaft. Auch nachts gibt es beeindruckende Landschaften abseits der städtischen Flutlichtbeleuchtung. In der Astrolandschaftsfotografie bleiben wir als Betrachter bodenständig. Die nächtliche Fotografie zwingt uns zur Ruhe, eine Art Slow-Photography, keine Fotografie im Vorbeigehen. Ähnlich haben bereits unsere Großväter/-mütter mit der Plattenkamera fotografiert und dabei Erstaunliches geleistet. Nur im Unterschied dazu, dass sie mit der einsetzender Dämmerung heimgingen, während Astrofotografen dann erst aufbrechen.

 


 

Die Milchstraße über dem Schmalen Luzin, Uckermark, Feldberger Seenlandschaft.

Am rechten Ufer gib es eine störende Lichtverschmutzung.

Es scheint so, als ob die Milchstraße angestrahlt würde.


Die beiden folgenden Bilder zeigen das galaktisches Zentrum der Milchstraße zum Ende der Saison auf der nördlichen Hemisphäre (Uckermark, Spätsommer - Früherbst). Hierbei steht die Milchstraße fast senkrecht am Himmel, wobei das galaktische Zentrum gegen die mehr oder weniger starke Lichtverschmutzung zu kämpfen hat.

Der orangerote Lichtschein über dem Horizont im linken Bild rührt von dem ca. 100 km entfernten Berlin her.




Unser Mond, der einzige Begleiter (natürlicher Satelit) unserer Erde. Der Mond hat einen Durchmesser von 3476 km und umkreist die Erde innerhalb von 27 Tagen mit in einem mittleren Abstand von ca. 384.400 km (gemessen vom Erdmitttelpunkt zum Mondmittelpunkt). Der Mond hat keine Atmosphäre wie unsere Erde und deshalb gibt es sehr starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Am Tag heizt sich die Mondoberfläche auf ca. 130 grd. C auf, dafür kühlt sie sich nachts auf ca. -160 grd. C ab.

Er ist bislang der einzige fremde Himmelskörper, den Menschen betreten haben.

 



Der Supermond, aufgnommen an den Plothener Teichen, am Abend des 13.Juli 2022, 21:15 bis 21:30 Uhr. Besonders groß wirkt der Mond direkt nach dem Aufgang bzw. kurz vor dem Untergang. Einen tatsächlichen Unterschied zu einem üblichen Vollmond ist außer der Rotfärbung aber nicht erkennbar.



Eine partielle Sonnenfinsternis am 25.Oktober 2022. Für kurze Zeit schob sich der Mond zwischen Erde und Sonne, dies war ca. zwei Stunden über Mitteleuropa zu sehen. Just zu der Zeit versperrten dichte Wolken den ungestörten Blick in den Himmel. Aber für ein paar Momente war dann doch das Himmelsspektakel zu sehen. Deutlich ist der Monddurchgang am linken oberen Rand der Sonne zu erkennen.

Ein paar Daten hierzu: Erde und Mond sind ca. 150 Millionen km von der Sonne entfernt. Somit kann unser kleiner Mond, der sich mit ca. 360.000 km sehr nah an der Erde befindet, die gesamte große Sonne abdunkeln. Das gelingt sogar komplett, wäre da nicht die unterschiedliche Neigung der Mondumlaufbahn, weshalb der Mond die Sonne entweder mal unter- oder oberhalb abdeckt. Somit haben wir es mit einer partiellen Sonnenfinsternis zu tun, wie diese vom 25.10.2022. Die nächste totale Sonnenfinsternis wird hier erst am den 01.Juli.2717 erwartet.



Emotion. Faszination. Inspiration.