"Ich sehe was, was Du nicht siehst",

 

Infrarotfotografie vom 02.September bis 12.Oktober 2109 in der Stadt- und Regionalbibliothek, Gera, Puschkinplatz. Die Resonanz zur Vernissage war überaus positiv. Die Bestuhlung in der Bibliothek, 30 Plätze, hatte am Ende nicht mehr ausgereicht. Es tat aber der lebhaften Diskusion bis kurz vor Schließung der Bibliothek keinen Abbruch. 

 

Zwei Referate waren nach der Begrüßung durch Herrn Schmidt von der Bibliothek zu hören, "Trends in der Fotografie" (Frau Seidel, Dresden) und "Infrarotfotografie" von mir selbst (Wolfgang Seidler, Gera). Danach ging es an das Eigentliche, zur Diskusion der einzelnen Bilder.

 

Was bedeutet Infrarotfotografie? Licht jenseits unseres visuellen Farbspektrums sichtbar zu machen, das ermöglicht uns die Infrarotfotografie. Dadurch entsteht ein neuer, überraschender Schwarz-Weiß- bzw Farbeindruck.

 

Das Blattgrün erscheint nun unerwartet weiß und der Blick in den dunklen Wald eröffnet sich als ein Blick in ein helles und geheimnisvolles Licht. Wolkenstrukturen treten nun plötzlich am Himmel hervor, die das menschliche Auge sonst kaum wahrnimmt und ferne Berge scheinen so nah und klar, daß man glaubt, sie förmlich greifen zu können.

 

Das sichtbare Lichtspektrum des menschlichen Auges umfasst die Wellenlängen von 380...800 nm. Das sind die uns gewohnten Farben von Blau bis zu einem dunklen Rot. Dagegen wird in der Infrarotfotografie ein Spektrum von 750...1000 nm abgebildet. Um dies darzustellen wurde der Infrarotsperrfilter in der Kamera gegen einen Sperrfilter für das visuelle Licht ausgetauscht. Damit gelangt nun fast kein sichtbares Licht mehr auf den Kamerasensor, sondern nur noch Infrarotlicht ab 750 nm.

 

Für diese Idee, für die Inspirationen, Kritik und den enormen Vertrauensvorschuss gilt mein besonderer Dank Kerstin Seidel.

 


pixasoul @ Wolfgang Seidler - 2019


Emotion. Faszination. Inspiration.